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Selbsterfahrung

Selbstreflexion, Selbsterfahrung und Selbstfürsorge

Der Begriff Selbsterfahrung benennt das Kennenlernen und Reflektieren über das Erleben und Agieren der eigenen Person (Selbst), zum Beispiel in herausfordernden Situationen.

Selbsterfahrung nennt man auch den Prozess im Rahmen einer Ausbildung zum Psychotherapeuten, Familientherapeuten oder Lebensberater*innen, bei dem der angehende Therapeut oder Coach die anzuwendenden Arbeitsweisen und Methoden in der Klientenrolle an sich selbst erfährt.

Selbsterfahrung in nicht-therapeutischem Rahmen wird ermöglicht durch das Sprechen über sich selbst (in sozialen und therapeutischen Gesprächen), durch das Sich-selbst-Erleben in Gruppen und gruppendynamischen Prozessen sowie auch durch Grenzerfahrungen, z. B. auch im Rahmen von Überlebenstrainings, Extremsportarten, Trainings zur Förderung der Teambildung oder intensiven Befragungen. Selbsterfahrung kann dazu beitragen, eigene Verhaltensmuster bewusst zu machen, auch loszulassen. Sie zielt nicht auf die Linderung einer Erkrankung.

Wesentlicher Bestandteil in der Ausbildung zum Psychotherapeuten, in der Lebens- und Sozialberatung, der Psychologischen Beratung, Familientherapeuten, Gruppenpsychotherapeuten, Gruppendynamiker und Supervisor ist die therapeutische bzw. Gruppen-Selbsterfahrung. Der Ausbildungskandidat erlebt in der Rolle als Betroffener die Methode und die Wirkung an sich selbst, bevor er sie bei Klienten anwendet. Dadurch erfährt er damit verbundene Gefühle (Hoffnungen, Befürchtungen) und erkennt hinderliche Widerstände und förderliche Mechanismen. Wesentlich ist auch die Beziehungserfahrung in der Rolle des Klienten zum Therapeuten.

Selbsterfahrungsgruppe

Eine Selbsterfahrungsgruppe ist eine Form der Gruppendynamik beziehungsweise der Gruppentherapie. Ziel ist das Erfahren „seiner selbst“, der persönliche Erkenntnisgewinn, die persönliche Entwicklung und soziales Lernen. Themen sind eigene Einstellungen, Haltungen und Werte, Erlebnis- und Verhaltensweisen, sowie deren Bedeutung und Folgen auf zwischenmenschliche Beziehungen und die Prozesse in Gruppen. Es geht um Nähe und Distanz, um Kontakt und Kommunikation, um Wirksamkeit, Autorität und Macht. Erfahrungsfeld ist eine Gruppe mit 10 bis 12 Teilnehmern, geleitet von einem Trainer-Paar. Im Gruppendynamischen Training ist dieser Prozess Bestandteil der Trainingsgruppe (T-Group). Liegt der Schwerpunkt eines Gruppendynamischen Trainings auf der Selbsterfahrung, spricht man von Sensitivity-Training, wo es verstärkt um Gespür, Feinfühligkeit, Einfühlungs- und Mitschwingungsfähigkeit geht.

Encounter

Unter Encounter (engl. für: Begegnung) versteht man eine Reihe von psychologischen Theorien, einige Formen der Paar- und Gruppentherapie und Selbsterfahrung sowie darauf aufbauende Bewegungen. Den Begriff „Encounter“ prägte Viktor Frankl.

Encounter Group ist ein Fachausdruck der Psychologie und Soziologie. Er bezeichnet einen personenzentrierten Ansatz, der die gegenseitige Wertschätzung in den Mittelpunkt stellt. Eine theoretische Grundlage dafür ist das Modell der Aktualisierungstendenz. Die Encounter-Gruppe ist eine Selbsterfahrungsmethode.

Ein 'Encounter' ist eine Gruppenselbsterfahrung, die von Offenheit, Ehrlichkeit und Direktheit geprägt sein, und zudem eine ehrliche Konfrontation mit sich selbst ermöglichen soll. Deshalb wird der Gruppenencounter auch "Game of no Games" genannt: Ein Spiel, bei dem keine Spielchen gespielt werden.

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